Neues Projekt (fast) fertig
Eigentlich wollte ich mit den Ankündigung warten, bis mein neues Projekt ganz fertig ist. Da nun Jens aber schon geplaudert hat, muss ich wohl nachziehen, obwohl der letzte Schliff noch fehlt.
Daher also: tataa! Hier ist Rete-Mirabile.net, eine Info- und Ideensammlung für alle, die in irgendeiner Form unterrichten und sich dafür interessieren, wie man das Web zum Erfahrungsaustausch und zum “idea sharing” nutzen kann. Ich biete zwar verschiedene RSS-Feeds an, verstehe die Site aber nicht als Blog, da die Chronologie der Inhalte nichts mir dem Inhalt zu tun hat und auch “Unaktuelles” veröffentlicht wird.
Kritik und Anregungen zu Konzept und Design sind jederzeit (per eMail oder in den Kommentaren hier) willkommen.
Die Site läuft auf einem CMS und es ist nicht WordPress, wie Jens ebenfalls bemerkt hat. Das liegt aber nicht etwa an meiner vermeintlichen Featuritis sondern daran, dass ich ein Navigationssystem realisieren wollte, das jeden Artikel über zwei verschiedene Kanäle zugänglich macht. Diese Kanäle sind das Thema und die Artikelform. Ich wollte also erreichen, dass man einen Buchtipp zur Biologie sowohl über “Biologie” als auch über “Buchtipps” aufrufen kann.
Das Kategoriensystem von WordPress war dafür schlicht nicht flexibel genug und auch in anderer Hinsicht ist WP eben doch hauptsächlich ein Blogsystem und erst in zweiter Reihe ein CMS. Hier fällt mir u.a. die Tatsache ein, dass ich ein angepasstes Template nach einem Upgrade von WP erst mühsam neu zusammenstellen musste, was bei einer umfangreichen Site mit mehreren Templates schnell unpraktisch wird.
Eher zufällig stieß ich auf Textpattern und es gefiel mir auf Anhieb. Das Admin-Interface ist schlicht, aufgeräumt und ästhetisch ansprechend. Textpattern hat neben den bekannten Kategorien zusätzlich sogenannte sections, denen man jeweils ein eigenes Seiten-Template zuweisen kann. Damit lassen sich beispielsweise unterschiedliche Layouts und Seitenstrukturen für verschiedene Bereiche der Site realisieren.
In puncto Webstandards und CSS-basiertes Design steht TXP WP übrigens in nichts nach.
TXP baut seine Seiten ebenfalls mit PHP und MySQL und nutzt dafür einen umfangreichen Satz von eigenen Tags, die in ihrer Form leicht zu verstehen sind. Um zum Beispiel den Body-Text eines Eintrags auszugeben, baut man in das Template folgendes ein:
<txp:body />
Hier kommen wir aber zu einer weiteren Besonderheit von Textpattern. Diese Tags baut man nicht direkt in das XHTML-Seitentemplate ein, sondern in sog. forms oder “Formate”. Das sind Schnipsel von Code, die als Vorlage für die Strukturierung von Inhalten dienen und die ihrerseits dann in das XHTML-Template eingebaut werden.
Dieses Konzept klingt ohne Anschauungsmaterial nun wahrscheinlich unnötig kompliziert und undurchsichtig. Es macht aber einen großen Teil der Flexibilität von Textpattern aus, wenn man es mal verstanden hat (was durchauch ein bisschen dauern kann).
Bei allen Problemen und Fragen ist aber das sehr lebhafte TXP-Forum eine große Hilfe.
Bisher läuft Rete-Mirabile.net hervorragend mit Textpattern und ich habe noch keine Situation gehabt, in der ich das CMS nicht dazu gebracht hätte, genau das auszugeben, was ich sehen möchte.
In der nächsten Zeit werde ich einige Details der Organisation und des Designs der Site einschließlich des CSS hier ein wenig näher beschreiben. Wer sich also für ein vielversprechendes neues CMS interessiert, könnte möglicherweise interessante Erfahrungen aus dem täglichen Einsatz hören.