Webdesign

Cascading Style Sheets 2.0

Als weithin anerkannter “Guru” für CSS hat Eric Meyer sicherlich die nötige Kompetenz ein Referenzwerk zu CSS 2.0 zu schreiben. Diese Kompetenz macht sich folgerichtig auch im Buch deutlich bemerkbar. Man erfährt über CSS praktisch alles, was es an technischen Details zu wissen gibt. Von den erlaubten Werten der einzelnen Elemente bis hin zu den unzähligen Regeln für das float-Element. Allerdings muss man sich die Inhalte zum Teil etwas mühsam erarbeiten.

Wer sollte das Buch lesen?

Dieses Referenzbuch richtet sich an Webworker, die regelmäßig mit CSS arbeiten und daher die Grundlagen beherrschen. Es ist gedacht als Nachschlagewerk auf dem Schreibtisch, zu dem man greift, wenn einem die exakte Syntax eines Elements nicht mehr geläufig ist oder man die Details einer bestimmten CSS-Konstruktion herausfinden möchte. Für Anfänger gibt es sicherlich anschaulichere Bücher, die den Einstig in das Thema etwas leichter machen.

Was steht drin und wie ist der Inhalt strukturiert?

Das Buch behandelt in technischer Hinsicht alle Elemente von CSS 1 und CSS 2. Dabei werden auch die printspezifischen sowie die Elemente der Sprachausgabe angesprochen.

Den Anfang macht ein ausgedehnter Rundgang durch die “Basic CSS Concepts”. Hier werden u.a. die Struktur einer CSS Regel, das Box-Model, das Inline-Model, die Positionierungs-Regeln u.a. besprochen.

Danach folgt die Detailbesprechung der einzelnen Elemente. Diese nimmt den Hauptteil des Buches ein und liefert für jedes Element die Syntax, die möglichen Werte, den Anwendungsbereich sowie Beispiele und Anmerkungen.

Am Ende des Buches findet sich noch eine Browserkompatibilitätstabelle (was für ein Wort) und eine Liste mit Online-Ressourcen zu CSS.

Wie ist der Schreibstil?

Das Buch ist eine technische Referenz und auch so geschrieben. Den locker-flockigen Stil, den man von Meyer aus anderen Büchern kennt, sucht man vergeblich. Jedem Satz merkt man an, dass er mit Bedacht und Sorgfalt geschrieben wurde und dass die Eindeutigkeit der Formulierung das oberste Ziel war. Darunter leidet die Lesbarkeit und Verständlichkeit etwas.

Wie ist die Aufmachung?

Das Buch ist eher spartanisch ausgestattet. Paperback, recht grobes Papier und eine, sagen wir, simplistische Typographie verstärken auch optisch den Eindruck, dass man ein technisches Handbuch in der Hand hält.

Fazit

Trotz der angesprochenen Negativpunkte in Stil und Aufmachung, greife ich regelmäßig zu diesem Buch. Es ist einfach eine hervorragende Quelle für eindeutige und verlässliche Informationen über die einzelnen CSS-Elemente. Zwar gibt es diese Infos auch im Web, doch wer z.B. mit einer Modemverbindung surft, wird den schnellen Zugriff auf das kleine Nachschlagewerk bald zu schätzen wissen.

Zuletzt geändert am 10.03.2005